Klassische Panoramen und Bilder aus der Cottbuser Stadtgeschichte

Frühjahr 2020 - als die Stadt für sehr lange den Atem anhielt / Die Corona Pandemie wütete in Cottbus

Zum Jahreswechsel 2019/2020 erfuhr die Welt von der Existenz einer neuen Krankheit in Südost-Asien.

Aus China stammen die ersten Nachrichten, die zum Jahreswechsel 2019/2020 von einem neuen, noch unbekannten Erreger berichteten. Vor Ort wochenlang unterschätzt, in Europa als eine Art normale Grippe abgetan, zeigt das Virus recht bald seine hohe Aggressivität zu Lasten der oberen Atemwege und der Lunge der infizierten Menschen sowie seine hohe Ansteckungsgefahr bei direktem Kontakt. Auch die relativ hohe Sterberate, vor allem bei älteren und geschwächten Menschen, fiel auf. Der noch fehlende Impfschutz, die Unsicherheit gegenüber der neuen Krankheit und mangelndes Wissen nahmen Tag für Tag zu. Folgerichtig wude die Krankheit von der WHO als weltweite Pandemie eingestuft.

Eine gefährliche Schönheit im Detail: das Corona-Virus

Genial einfach aufgebaut, entwickelt das Virus, einmal über die Schleimhäute des Menschen aufgenommen, seine fürchterlichen Auswirkungen. Es nistet sich in die Atmungsorgane ein und dockt an gesunde Zellen an. Es verschafft sich Zutritt zu der gesunden Zelle und zwingt diese, neue Corona-Viren zu erzeugen. Diese verlassen die sterbende Zelle und suchen sich neue Opfer - die Krankheit ist ausgebrochen. Die Betroffenen leiden unter Kopfschmerzen, Geschmackslosikeit und vor allem an Husten und Atemnot.


Je schlechter die Zeiten desto mehr Scharlartane sind unterwegs...

... und das war schon immer so. Wir erinnern uns an das tiefste Mittelalter, wo nach Missernten, Krieg oder Epidemien "Wunderheiler" und kirchliche Offizielle unterwegs waren, um die Notsituationen der einfachen Leute auszunutzen ("Der Thaler in dem Kästchen klingt, die Seele in den Himmel springt").
Heute passiert so etwas viel ausgewiefter, wie die Corona-Krise zeigt. Medien-"Spezialisten" streuen eine Unmenge widersprüchliche Zahlen und Informationen unter die Menschen, in denen die unterschwelligen Botschaften, gleich welcher Coleur, untergeschoben werden. Selbst Staats-Präsidenten versuchen mit einfachen und grobschlächtigen Fehlinformationen, scheinbar einfache "Lösungen" anzubieten. Das alles nützt wenig, denn die Corona-Gefahr bleibt real und war (Stand Januar 2021) immer noch existenzbedrohend für die Gesellschaft. Das, was sich dieser Tage weltweit schnell vermehrte, ist das Virus und die "Experten" in den Medien.
In Cottbus selbst lief das bis Anfang Oktober nicht ganz so schlimm ab, was zum Einen an der geringen Zahl der Infizierten und nicht zuletzt auch an den besonnenden Reaktionen aus den Rathaus lag. Unaufgeregte, klare Presse-Infos gaben den hiesigen Bürgern Anweisungen im Umgang mit Corona vor, auch wenn nicht alles glatt lief. Beispielsweise die zu lange Vorhaltung an Intensivbetten im Thiemklinikum - eine Verschwendung ohne Beispiel angesichts einiger (weniger) Überbelegungen in Gesamtdeutschland und angesichts der Bilder aus Italien, wo wegen fehlender Intensivbetten zu viele Menschen starben.
Übrigens sagt Letzteres auch etwas über Europa aus. In den ersten drei Monaten der Pandemie fand Europa gar nicht statt, war eine einzige Entäuschung. Auch später wurde die Pandemie weniger über so sinnvolle Variablen wie gute Logistik oder Zusammenarbeit bekämpft. Stattdessen wurde der einfache Weg gewählt: viel Geld per Gießkanne über Europa ausschütten. Wer die Endrechnung dafür zahlt, dürfte für neuen Konfliktstoff innerhalb der EU sorgen...generationsübergreifend. Verwirrung stifteten ebenfalls die vielen unterschiedlichen Verordnungen, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfielen und zunehmend mehr Fragen als Antworten provozierten. Besonders während der "Zweiten Welle" ab Mitte Oktober 2020, war es fast unmöglich durch die Bundesrepublik zu reisen - die Menschen waren ob der sich schnell wechselnen und in jeden Bundesland anders lautenden Allgemeinverfügungen eher verunsichert als informiert, mitunter auch genervt oder fühlten sich gegängelt.
@ Scharlatane: natürlich schlugen diese auch in Cottbus auf. Neben unseriösen Verkäufern von überteuerten Atemschutz-Masken und vermehrter Spam von Versicherungen u.ä., fanden viele Cottbuser bspw. nachfolgendes Faltblatt in ihren Briefkasten:

Kleider statt Klopapier -  eine satirische Deko eines Einzelhändlers in der Spreegalerie

Es wäre ja einfach nur zum Lachen, wie rückschrittliche Menschen heute noch denken. Aber angesichts des Altersdurchschnitts in Brandenburg ist es dennoch ärgerlich, wie einige wenige Gestrige mit den Ängsten vieler verunsicherten Menschen spielen dürfen. Da bleibt den Machern diese Pamphlets nur zuzurufen "Du sollst nicht falsch Zeugnis wider deines Nächsten ablegen". Nur fürchtet man, das die Empfnger das nicht verstehen wollen, so unterbelichtet wie sie sind.




Verschärftr Kontrollen und teilweise drastische Strafen für Corona-Regeln-Verletzer in Cottbus


November-Dezember 2020: Die Zahl der Infizierten steigt brutal an und damit auch die Zahl derer, die Weihnachten nicht mehr erlebten... dennoch: es gab auch Licht...

Es verging nicht einTag an dem Corona nicht Thema Nr.1 in den Medien war und hunderte "Experten" mit widersprüchlichen Meinungen die Bevölkerung verunsicherten. Dazu wirkten immer restriktivere Maßnahmen, die das öffentliche Leben faktisch lahm legten. Geschäfte (außer Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs) waren gschlossen, ebenso wie Kultur- und Sporteinrichtungen. Der Weihnachtsmarkt in der Cotbuser City fand nicht statt, genauso die Alternativen an der Klosterkirche oder auf dem Gut Branitz. Da hat es die Weihnachtsstimmung schwer, wenn man nicht wie gewohnt auf dem letzten Drücker Geschenke kaufen, nicht über den Weihnachtsmarkt bummeln oder einen der vielen Glühweinstände besuchen kann. Das macht etwas mit den Menschen. Quer-"denker", summende Zeitgenossen und Totalleugner streuten ihre unangebrachten Zweifel unters Volk. Die viel beschworene Solidarität zwischen den Menschen gab es nur punktuell, vorrangig in den Medien. Stattdessen breitete sich ganz schleichend eine latente Gereiztheit zwischen den Leuten aus, zu erfahren, wenn man sich mal Lebensmittel besorgen musste. Dummdreiste Türsteher, die einem einen Einkaufswagen aufzwangen, obwohl dieser nicht desinfiziert werden konnte (es war kein vollständiges Desinfektionsmittel da) oder Zeitgenossen, die nie die Abstände in den Läden einhielten und darauf angesprochen, auch noch giftig reagierten. Insofern passierten die hohen Infektionszahlen mit Ansage und waren keine Überraschung. Meine persönliche Bilanz: Von 17 Einkäufen in den letzten 3 Wochen vor dem Fest spielten bei 15 Einkäufen Lebnsmitteldiscounter Russisch-Roulette mit ihren Kunden - nur 2 mal erlebte ich gut gerüstete Läden.
Gegen den Trend der "dunklen Stimmung" gab es einzelne Kreative, die mit wenig Aufwand und ungewöhnlichen Aktionen die vorweihnachtliche Stimmung retteten und Lichter in der dunklen Zeit anzündeten. Von (ausgewählten) vier Beispielen will ich hier berrichten.
Man stelle sich einen nassen, dunklen und ungemütlichen Adventstag auf dem damalig trostlosen (weil fehlender Weihnachtsmarkt) Altmarkt vor. Plötzlich bog aus der Sprem in Richtung Wehnachtsbaum Altmarkt ein skuriles Gefährt ab. Vorn ein lang gewachsenr Kerl, zusammengekauert auf einem viel zu kleinen umgebauten Rollsthl-Gefährt, hinten ein paar kleine Anhänger, vollgestellt mit leuchtenden Pinguinen. Die Fuhre drehte ein paar Schleifen auf dem Platz und verschwand unvermittelt in der fast menschenleeren Sprem. Was war das? Da kann nur einer in Frage kommen: der Cottbuser Lichkünstler Jörg Hanitzsch hatte gerade die wenigen Spaziergänger mit dieser absurden und sinnfreien Aktion "überfahren" und ihnen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert - ein Lächeln, welches dieser Tage so wichtig war. Hanitzsch`s kindlich-schelmisches Grinsen war dabei selbst hinter der Gesichtsmaske zu erahnen. Ein tolle Aktion. Das Gefährt sah man Tage später auch in anderen Städten Brandenburgs, sicher zur Freude Vieler...

Jörn Hanitzsch überraschte mit seiner leuchtenden Pinguin-Fuhre die Cottbuser in der Innenstadt - hier auf dem Altmarkt.

Inzwischen war klar, das meine Frau und ich Weihnachten so einsam wie nie verbringen würden - die Tochter weitab in Quarantäne und andere Gäste vermied man einzuladen, eben wegen der allgegenwärtigen Gefahr. Den Frust darüber, verarbeitete ich mit Hilfe von einigen Läufen im Randgebiet von Cottbus. Dabei entdeckte ich ein zweites Licht in der Corona-Vorweihnachtszeit: beim Joggen im Dunkeln bemerkte ich am westlichen Priorgraben schon von weitem ein sich regelmäßig wechselndes farbiges Licht, dessen Ursprung ich mir nicht erklären konnte. Endlich davorstehend wurde ein kleines Häuschen erkennbar. Von irgend wo her erklangen diffus und unaufdringlich Weihachtslieder. Was ich nicht sah, machte die Szenerie noch märchenhafter: Von der Dunkelheit verschluckt, drehte sich vor dem Mini-Haus ein Mühlrad. Für mich war es nur hörbar und es hörte sich an, als wenn in dem Haus die Türen knarrten. Dazu schien irgend jemand zu stöhnen. Das Häuschen lebte offenbar. Das Kopfkino kam in die Gänge und schon war ich inmitten einer wunderbaren Märchenwelt, die beiden Puppen vor dem Gebäude begannen zu leben... wunderbar. Sicher, die Musik kam von einem asiatischen Billig-Chip, es war auch nicht eine verschneite Weihnachts-Wunderwelt, aber es hatte etwas mit mir gemacht, das Kind aus einem alten Manne herausgeholt. Ich danke dem, der diese Szenerie schuf - er hat mir ein echt vorweihnachtliches Geschenk in sehr dunklen Zeiten gemacht.

Das Weihnachtsmärchenhaus am Priorgraben

Auch stimmungshebend fand ich die nachfolgenden 9 Simson-Weihnachtsmänner die ich am 24.12. vormittags bei angenehm warmen Temperaturen, blauem Himmel und ungebremsten Sonnenschein auf dem Altmarkt in Cottbus antraf. Sie hatten die Zweiradsaison für diese Corona-Weihnacht noch mal aufleben lassen - lustig anzusehen...

Simson-Weihnachtsmänner auf dem Cottbuser Altmarkt

Das vierte Licht zur Hebung der Stimmung zu Corona-Weihnachten fand ich sehr spektakulär: Eine freie Künstlergruppe präsentierte "ArtFrontale - Künstlerhäuser für Cottbus" (Programm hier). Eine Team aus stadtbekannten Künstlern (Monika Höke, Thomas Goethe, Erik Schiesko u.a.) tat sich mit Veranstaltern und Medienfirmen zususammen, um an jene zu erinnern, die am meisten unter der Corona-Pandemie leiden mussten - Kulturschaffende und deren Protagonisten. Erst wurde das Stadthaus mit Kunst bespielt, später die momentan leerstehende ehemalige Kunstgalerie in der Sprem. Sicher kann man über die gezeigten Grafiken geteilter Meinung sein - viel wichtiger war es, das diese Aktion stattfand. Es zeigte den Cottbusern, das sich die hiesige Kunstszene nicht dem Umständen ergab. Das war richtig und notwendig - mehr davon.

ArtFrontale - Künstlerhäuser für Cottbus



Die Coroa-Chronik für die Region Cottbus (Auszug)

10.03.2020 Seit Anfang März breitete sich das Corona-Virus in Mitteleuropa aus, um den 10. März herum wurden auch in der Lausitz die ersten Fälle registriert.
11.03.2020 Cottbus hat die ersten drei Fälle von Corona-Infizierten. Es handelte sich zumeist um zurückgekehrte Personen, die ihren Ulaub in Italien verbracht hatten. Trotz noch nicht einheitlicher und verbindlicher Aussagen über Verhaltensmaßnahmen kam es zu den ersten Absagen von Veranstaltungen. Die Saison für die Lausitzer Füchse war nach einem Verdachtsfall in ihren Reihen beendet, ein Pflichtspiel von Energie Cottbus stand auf der Kippe, der für den 21./22. geplante Saisoneinstieg für Freizeitläufer (Ortrander Schneeglöckchenlauf u.a.) wurde abgesagt und die Leag stellte den Besucherverkehr für die Tagebaue und das Kraftwerk Boxberg ein.
12.03.2020
Cottbus erließ die erste Allgemeinverfügung zur Begrenzung von Personengruppen bei Veranstaltungen (max. 1000 Personen). Noch am gleichen Tag erfolgte eine weitere Pressemeldung mit Detail-Korrekturen und ausführlichen Erläuterungen. Das Thema Corona hatte damit auch in Cottbus oberste Priorität.
13.03.2020
Nur einen Tag hatte die erste Allgemeinvervügung für Cottbus Bestand. Die Erweiterung zur ersten Allgemeinverfügung begrenzte die Personengruppen bei Veranstaltungen auf maximal 100 Personen. In einer dritten Presseerklärung an diesem Tag schreibt die Stadt: "Die voranschreitende Ausbreitung des Coronavirus hat auch in Cottbus/Chóśebuz weitere Auswirkungen. So bleibt ab Sonnabend, dem 14.03.2020, das Freizeitbad Lagune geschlossen. Weitere Einrichtungen werden voraussichtlich folgen. Dazu bitten wir, entsprechende Veröffentlichungen auf den jeweiligen Internetseiten bzw. Aushänge zu beachten.
Auch die geplanten Aufführungen des Kabaretts "Männer- und Weiberkram" im Rahmen der 30. Brandenburgischen Frauenwoche in Cottbus werden am Sonntag, dem 15.03.2020, entfallen." Dies war der Beginn von später großflächigen Schließungen von Kultur- und Spotstätten der Stadt.
16.03.2020
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hatte am Montag, 16.03.2020, die erwarteten Allgemeinverfügungen zum Betriebsverbot für Kindertagesstätten und dem Verbot von Unterricht an Schulen veröffentlicht. Sie traten am 18.03.2020 in Kraft und galten vorerst bis zum 19.04.2020.
18.03.2020
Der Bürgerservicebereich im Technischen Rathaus wurde für den Publikumsverkehr geschlossen, Hochzeiten wurden stark eingeschränkt.
19.03.2020
Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch wandte sich mit einem offenen Brief an alle Cottbuser
04.04.2020
Nicht alle Vergnügungsstätten hielten sich an die Corona-Regeln. Manche waren heimlich immer noch in Betrieb, so das Polizei und Ordnungskräfte der Stadt härter durchgreifen mussten. Wo Ermahnen nicht mehr zogen, sollten Bußgelder die Einhaltung der Verordnungen durchsetzen.
05.04.2020
Der beliebte Merzdorfer Aussichtsturm mit Blick zum zukünftgen Cottbuser Ostsee wurde für Besucher gesperrt. Die Corona-bedingten Mindestabstände unter den Besuchern von 1,5m auf der Plattform konnten nicht mehr eingehalten werden.
08.04.2020
Ostern voller Verbote in Cottbus. Das Osterfest wurde in diesem Jahr durch zahlreiche Verbote getrübt. Das Cottbuser Ordnungsamt stellte sich auf ein arbeitsreiches Wochenende ein und war mit voller Mannschaft im Einsatz. Deshalb mussten die Menschen auf lieb gewonnene Traditionen verzichten – vom Gottesdienst über das Osterfeuer bis hin zum Eiersuchen.
Familientreffen und Feiern wurden in Cottbus verboten. Der Cottbuser Ordnungsamtschef Manuel Helbig betonte: "Familientreffen oder -Feiern mit Personen, die nicht im eigenen Hausstand leben, sind nicht erlaubt." Damit waren Familienbesuche selbst über die Feiertage tabu.
13.04.2020
Zunehmend wurden die Auflagen der Corona-Verordnungen kontrolliert. Meist blieb es bei Ermahnungen. Am Ostersonntag hatte das Ordnungsamt Bußgelder in Höhe von jeweils 1000 Euro gegen zwei Spätverkaufsstellen in der Innenstadt verhängt, die wiederholt gegen die Regelungen der Eindämmungsverordnung verstoßen hatten.
14.04.2020
Per 14.04.2020 waren 316 Kinder in der Notbetreuung im Bereich Kita/Hort. Das entspracht einer Quote von 4,48 Prozent. In der Kindertagespflege sind am 14.04.2020 elf Kinder in der Notbetreuung gewesen. Von insgesamt 48 Kindertagespflegestellen waren 6 geöffnet. Die Quote lag bei 5,34 Prozent.
17.04.2020 Brandenburg beschloss zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitreichende Verordnungen die für das gesamte öffentliche Leben einschneidende Wirkung hat. Am 25.04.2020 wurden diese Verordnungen nochmals präzisiert.
21.04.2020 Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hatte es im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus/Chóśebuz einen ersten Todesfall gegeben. Ein 65-jähriger Mann aus dem Elbe-Elster-Kreis verstarb am Montagnachmittag an den Folgen der Virusinfektion.Statistisch betrachtet zählte der Fall jedoch zum Elbe-Elster-Kreis, wo der Verstorbene gemeldet war.

Kleider statt Klopapier -  eine satirische Deko eines Einzelhändlers in der Spreegalerie

Schließung kommunaler, adminstrativer und kultureller Einrichtungen sowie vieler Handeals- und Dienstleistungseinrichtungen.

27.04.2020 Es galt im Öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel eine Pflicht zum Mund-Nasenschutz.
29.04.2020 Auf dem Cottbuser Altmarkt machten die Geschäftsinhaber der Touristikbranche auf ihre Situation aufmerksam. Sie beteiligen sich damit an einer bundesweiten Aktion, die Bemühungen für einen Exit-Plan aus den bestehenden Auflagen unterstützen und eine wirkungsvolle und vor allem schnelle finanzielle Hilfe für die in Not geratenen Unternehmen zu fordern. Bundesweit 11 000 Betriebe mit 80 000 bis 100 000 Mitarbeitern waren derzeit von der Corona-Krise betroffen. Mit Einreise-Stops an den Grenzen und Reisewarnungen seien große Teile der Touristik-Branche zum Erliegen gekommen.
30.04.2020 Die Vereinssportregeln wurden in der Stadt Cottbus gelockert. Allerdings, so schränkte es Ordnungsdezernent Bergner ein, durfte auch auf den Vereinsanlagen nur im Freien Sport getrieben werden. Die Nutzung der Vereinsheime und der sanitären Anlagen sei nicht gestattet. Vereine mussetn ihre Aktivitäten schriftlich oder per E-Mail im Sicherheitszentrum der Stadt anmelden.
01.05.2020 Etwa 40 Gastronomen hatten sich mit dem Kunst- und Aufmerksamkeits-Projekt "Leere Stühle" beteiligt. Dazu wurden leere Stühle auf dem Altmarkt und vor dem Staatstheater aufgestellt, um damit Bitten nach wirksameren Hilfen für Ihre Branche Nachdruck zu verleihen.

Aktion Leere Stühle der Cottbuser Gastronomen zur Corona-Krise (1.Mai 2020)

Mahnung der Cottbuser Gastronomen auf dem Altmarkt Cottbus (Mai 2020)

01.05.2020 Die Parkeisenbahn durfte (mit strengen Auflagen) wieder fahren, der Tierpark und des Branitzer Schloss sind wieder zugänglich und der Forster Rosengarten öffnet für Besucher.
02.05.2020 Es gab keine aktuelle bestätigte Covid 19-Infektion in in Cottbus/Chóśebuz, d. h. aber nicht, dass die Stadt Corona-frei war. Bisher waren 39 Personen mit Hauptwohnsitz in Cottbus/Chóśebuz positiv auf das Coronavirus getestet worden, einen Tag vorher wurden die letzten drei von ihnen als genesen eingestuft. Seit 21 Tagen wurden in der Stadt keine neuen Corona-Infektionen festgestellt.Im Carl-Thiem-Klinikum wurde derzeit kein Patient wegen einer Covid 19-Infektion behandelt.15 Menschen befanden sich noch in häuslicher Quarantäne, 6 weniger als am Vortag.
04.05.2020 Nachdem die zehnt-Klässler und Abiturienten schon wieder in die Schule durften, um ihre Prüfungen zu absolvieren, war ab dem 04. April wieder Unterricht in den Grundschulen möglich. Verschärfte Hygiene-Regeln einschließlich der Abstandsregel sollten konsequent aufrecht erhalten werden. Allerdings war unklar, wie sich der erhöhte Platzbedarf und die erhöhte Leheranzahl in dem Corona-Schulbetrieb umsetzen ließ.
09.05.2020 Eine neue Welle der Lockerungen der Beschränkugen trat verteilt auf die kommenden Tage in Kraft. Spielplätze wurden wieder geöffnet, die 800 Quadratmeter Beschränkung im Einzelhandel wurde aufgehoben und Personen aus 2 Haushalten durften sich wieder treffen. (Pressemitteilung der Stadt)
11.05.2020 weitere körpernahe Dienstleistungen waren wieder möglich (bspw. Fußpflege und Kosmetik) und die erweiterten Verkaufsmöglichkeiten an Sonn- und Feiertagen entfallen wieder.
Per 11.05.2020 waren insgesamt 2138 Kinder in der Notbetreuung, davon 2068 im Bereich Kita/Hort. Insgesamt gabt es in Cottbus/Chóśebuz 7.055 Plätze. Das entspricht einer Betreuungsquote von 29,31 Prozent. Im Bereich Kindertagespflege (insgesamt 206 Betreuungsverträge) wurden per 11.05.2020 insgesamt 70 Kinder in der Notbetreuung versorgt. Das entspricht einer Quote von 33,98 Prozent. Von 48 Kindertagespflegestellen waren 35 geöffnet.
BTU-Studenten warteten weiter - die finanzielle Situation vieler Studierenden war prekär. Nun wurde auch noch das Soforthilfe-Programm für Studenten zurückgezogen.
15.05.2020 Restaurants, Cafe`s und Kneipen öffneten wieder mit beschränkten Öffnungszeiten und Abstandgebot von 1,5m / Dauercamping auch mit Wohnmobilen war unter Auflagen wieder möglich / Außensportanlagen konnten wieder öffnen / Aufnahme des Trainingsbetriebes von Sportvereinen war wieder möglich (keine Wettkämpfe)
25.05.2020 Touristische Vermietung wieder möglich (Hotels, Ferienwohnungen u.a.)

Aktion Leere Stühle der Cottbuser Gastronomen zur Corona-Krise (1.Mai 2020)

22.06.2020
In dieser Nacht leuchteten bundesweit rund 2000 Kulturbetriebe in Rot. Damit sollte die schwierige Lage der Kulturschaffenden nach dem Motto "Alarmstufe Rot" angezeigt werden. In Cottbus strahlten das Filmfestbüro, die Stadthalle, das Gladhouse und die Chemiefabrik in Rot. Es fiel jedoch auf, das sich gerade die großen, staatsfinanzierten Häuser in Cottbus, wie das Staatstheater oder das Kunstmuseum Dieselkraftwerk der Aktion verschlossen.
22.07.2020 Erstmals seit dem 12. April gab es in Cottbus vier neue bestätigte Fälle von Corona. Eine Familie brachte nach einem Urlaub die Infektion mit. Damit erhöhte sich die Zahl der Corona Betroffenen in Cottbus auf 43.
07.10.2020
Nun trifft es auch die Helfer: Presseerklärung des Carl-Zhiem-Klinikums
12.10.2020
Der neu eingeführte 7-Tages-Inzidenz-Wert lag in Cottbus bei 40 und damit über den als kritisch angegebenen Wert von 35. Damit traten verschärfende Maßnahmen in Kraft. Nach den Regelungen der aktualisierten Umgangsverordnung des Landes Brandenburg mussten in Cottbus/Chóśebuz ab sofort private Feiern vorab angezeigt werden.
13.10.2020
Auf den Wochenmärkten in der Stadt galt ab sofort die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase. Diese Entscheidung hatte der Verwaltungsstab der Stadt vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens getroffen. Händler und Kunden wurden gleichermaßen verpflichtet, eine Maske zu tragen. Eine ähnliche Verpflichtung wurde auch für Trödelmärkte angestrebt. Die Stadtverwaltung hatte erstmals ein Bußgeld gegen eine Frau aus Sandow verhängt, die in den vergangenen Tagen mehrfach ohne vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung in Einzelhandelseinrichtungen angetroffen worden ist. Die Frau war bei Kontrollen in Sandow aufgefallen und hat trotz mehrmaliger Hinweise und Ermahnungen nicht reagiert. Die Höhe des Bußgeldes beträgt 100 Euro. Verstöße gegen die Maskenpflicht können mit einem Bußgeld von 50 bis zu 250 Euro beleget werden.
15.10.2020
Cottbus hatte seinen ersten Corona-Toten. Eine Frau mit Vorerkrankungen, im Thiem-Klinikum behandelt, verstarb am Virus. Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Covid-19-Infektionen in Cottbus/Chóśebuz war in den zurückliegenden 24 Stunden um 24 gestiegen. Damit lag die Zahl der registrierten positiven Fälle bei kumuliert 139. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Fälle binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – lag aktuell bei 66. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz überschreitet damit den in der Umgangsverordnung des Landes Brandenburg festgelegten Grenzwert von 50 deutlich. Das hat weitere Einschränkungen u.a. für private Feiern zur Folge, die sich aus der Umgangsverordnung des Landes Brandenburg ergeben. Die Zahl der Infektionen erreicht einen höheren Wert als zu Beginn der ersten Welle im April. Cottbus war zu diesem Zeitpunkt der Corona-Hotspot in Brandenburg.
16.10.2020
Mit 17 neuen Fällen stieg die Inzidenz auf 75. Insgesamt war für circa 500 Personen die häusliche Quarantäne angeordnet. Die Zahl der registrierten Fälle war kumuliert auf 156 gestiegen. Zeitgleich trat eine neue Allgemeinverfügung mit strengeren Auflagen zum Schutz vor Corona in Kraft.
08.11.2020
Während es bei der ersten Corona-Welle noch hieß, Jugendliche und Kinder sind von der Pandemie nicht so sehr betroffen, zeigten die bis dahin aktuellen Zahlen, das Kinder weniger schwer erkrankten aber Schulen und Kindergärten sogenannte "Spreader" waren, also Orte, an denen der Virus weitergegeben wird. (Presseerklärung der Stadt zum Thema Schulen)
11.11.2020
Gemeinsamer Aufruf der Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes und der Leiter der Feuerwehr Cottbus/Chóśebuz zur Vernunft. Intensiv, Aufrüttelnd gut verständlich - die effektivste Ansprache an die Bürger, die bis dahin in Cottbus zu lesen war, verfasst von wirklichen Experten.
17.11.2020
Verfügung zur Lockerung der Maskenpflicht an Schulen und Horten tritt in Kraft
22.11.2020
Bei Kontrollen durch das Ordnungsamt waren an zwei Glühweinständen in der Innenstadt Menschenansammlungen zerstreut worden. An den Ständen befanden sich zeitweise zwischen 40 und 70 Personen ohne den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten. Die Mengen zerstreuten sich nach entsprechenden Hinweisen durch die Kontrolleure.

An den Glühwein-Ständen befanden sich zeitweise bis zu hundert Personen ohne den vorgeschriebenen Abstand einzuhalten.

Das Cottbuser Filmfestival des osteuropäischen Films wurde erst vom November in den Dezember verschoben um dann nur noch virtuell im Netz abzulaufen.

02.12.2020
Die gesamtbundeutschen Maßnahmen konnten aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht gelockert werden und so wurde das Filmfestival des osteuropäischen Films in Cottbus in die Virtualität des Internets verlegt. Das Festival war vorher schon vom November in den Dezember verschoben worden und nun mussten sich die "Besucher" auf das Streaming aus dem Netz einstellen.

Trotz Absage immer noch Diskussion: Weihnachtsmarkt ja oder nein?

Zyismus?

Steigende 7-Tage-Inzidenz in Cottbusin der Vorweihnachtszeit

Corona-Verstorbene in Cottbus

Corona-Neuinfizierte in Cottbus

04.12.2020 107 Bußgeld-Verfahren im November - Bei Kontrollen zur Einhaltung der Regelungen sind im Monat November insgesamt 107 Bußgelder verhängt und entsprechende Verfahren eingeleitet worden. Dabei ging es in den meisten Fällen um Verstöße gegen die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel (51 Fälle), im Öffentlichen Nahverkehr (25), Imbissen (11) sowie gegen 11 Personen, die in zu großer Gruppe mit zu vielen Hausständen angetroffen wurden und 8 Personen einer privaten Feier. Die Höhe der Bußgelder betrug jeweils 100 Euro. In einem Fall wurde ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro verhängt gegen eine Person, die als positiv getestet gegen die Quarantäne-Auflagen verstoßen hat.

Staatstheater Cottbus: Außen Filmfest-blau, innen Corona-leer (21.11.2020)

Staatstheater Cottbus: Außen Hilferuf- Rot, innen Corona-leer (30.11.2020)

08.12.2020
Die stetig wachsende Patientenzahl erforderte Verlegungen in bzw. Aufnahmen durch andere Krankenhäuser und einen Ausbau der Intensivkapazitäten. Die Gesundheitsministerin des Landes Brandenburg, Ursula Nonnemacher teilte dazu mit: "Angesichts der weiter steigenden Zahl von COVID-19-Patienten, die stationär versorgt werden müssen, gelangen auch im Land Brandenburg immer mehr Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Aus diesem Grund hat das Gesundheitsministerium jetzt Hinweise zur Steuerung von Krankenhauskapazitäten in der COVID-19-Pandemie an alle Landkreise und kreisfreien Städte verschickt. Außerdem sollen die 24 Rehakliniken im Land bei Bedarf leichtere und mittelschwere Nicht-COVID-Fälle aufnehmen, damit die Krankenhäuser mehr schwere und schwerste Fälle sowie Corona-Infizierte versorgen können." Nach Ansicht des Gesundheitsministeriums war die damalige epidemischen Lage wegen der hohen Anzahl von COVID-19-Erkrankten einem sogenannten Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten (kurz: MANV) im Sinne des Brandenburgischen Rettungsdienstgesetzes gleichzusetzen.
10.12.2020
Am 10. Dezember wurden im Carl-Thiem-Klinikum 55 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind, stationär behandelt, davon 19 auf der Intensivstation. Diese Zahlen waren täglich nur deshalb stabil, weil mehrere Patienten systematisch in Krankenhäuser in weiter entfernten Landkreisen verlegt werden.
12.12.2020
Nachdem in der voran gegangenen Woche die Infektionszahlen sowohl bundesweit als auch für die Stadt Cottbus von einem Rekordhoch zum anderen emporgeschossen sind, tritt in Cottbus eine sehr restriktive Allgemeinverfügung in Kraft. Danach darf Alkohol nicht mehr öffentlich ausgeschänkt werden und es herrscht eine allgemeine Ausgangsbeschränkung von 22:00Uhr bis 06:00Uhr.
15.12.2020
Über die Apotheken werden kostenfrei jeweils 3 Stück FFP-2-Masken an Bürger über 60 Jahre verteilt.
RKI-Chef über die aktuelle Corona-Situation: Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) so ernst wie nie zuvor in der Pandemie. Die Fallzahlen seien so hoch wie noch nie und sie stiegen weiter an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Situation weiter verschlimmert und es immer schwieriger wird, mit der Pandemie und ihren Folgen umzugehen.
18.12.2020
51 Lausitzer Covid-Patienten wurden nach Berlin verlegt. Die Leitstelle Lausitz in Cottbus koordinierte die Verlegung von 51 Corona-Patienten aus Südbrandenburg nach Berlin. Die Patienten kamen aus den Krankenhäusern in Cottbus, Senftenberg und Lübben.
Der FC Energie Cottbus hat nach dem überraschenden Wechsel der Führungsspitze einen wirtschaftlichen Neustart mit Sparkurs verkündet. Nicht nur, aber auch wegen Corona wächst das finanzielle Defizit immer noch an. Spiele ohne Zuschauer (so sie wieder stattfinden) seinen nicht mehr möglich ohne den Verein zu gefährden.
19.12.2020
Die Zahl der labordiagnostisch bestätigten Covid-19-Infektionen in Cottbus/Chóśebuz war auf kumuliert 2.092 gestiegen. Das waren 83 positive Testergebnisse mehr als am Vortag. Zu diesem Zeitpunkt infiziert waren labordiagnostisch bestätigt 1.285 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Fälle binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – lag aktuell bei 400. (Quelle: Sadt Cottbus)
19.12.2020
Polizei löste verbotene Demonstration von Corona-Kritikern auf, Etwa 60 Gegner von Corona-Schutzmaßnahmen sind in Cottbus nach Angaben der Stadt trotz eines Verbots zu einer Demonstration erschienen. Die Polizei habe die als Schweigemarsch angemeldete Veranstaltung am Samstag unterbunden, teilte die Stadt am Sonntag mit. Gegen 29 der Teilnehmer seien Verfahren wegen Verstößen zum Beispiel gegen die Maskenpflicht eingeleitet worden. Die Demonstration in der Innenstadt war angesichts der hohen Zahl neuer Infektionen in Cottbus zuvor untersagt worden. In mehreren deutschen Städten waren am Wochenende Schweigemarsch-Aktionen gegen die Corona-Politik geplant. (Quelle: dpa)
20.12.2020
Schon vor Wochen geisterten in den Medien Meldungen von Mutationen des ursprünglichen Covid-19-Virus herum. Nun wurden die Informationen konkreter. Nach den Analysen britischer Wissenschaftler, verfügte die Mutation VUI2020/12/01 über ungewöhnlich viele genetische Veränderungen, vor allem im Spike-Protein. Dieses Protein benötigt das Virus, um in Zellen einzudringen. Gegenüber dem ursprünglichen Virus wurde eine über 70% höhere Ansteckungsgefahr bei annähernd gleichbleibenden Folgen angegben.

Kampf eines Kleinzirkus ums Überleben während der Corona-Pandemie an der Lipezker Straße in Cottbus (Dezember 2020)

7.12.2020, 11:15 Uhr:
Die erste Brandenburgerin wird in einem Seniorenheim in Großräschen gegen Corona geimpft. Damit geht der Kampf gegen die Pandemie in eine neue, entscheidene Phase. Der mehrheitlich in Deutschland entwickelte Impfstoff war eine Woche vorher zugelassen worden.
29.12.2020
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz setzte für den 31.12.2020 und den 01.01.2021 ein Böllerverbot in Kraft.
30.12.2020
Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Deutschland in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten und damit einen neuen Höchststand erreicht. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Cottbus gab zwei neue Todesopfer, 116 Neuinfizierte und einen 7 Tages-Inzidenz-Wert von 399 an.
01.01.2021
Bilanz der ungewühnlichen Silvesternacht: Die Cottbuser Feuerwehr verzeichnete eine insgesamt ruhige Silvesternacht im Stadtgebiet. Es gab 5 Einsätze im Zusammenhang mit Brandalarmierungen, so in der Warschauer Straße, wo Laub brannte, in der Hans-Beimler-Straße, wo offensichtlich Pyrotechnik auf Ödland abgebrannt worden war, in der Gerhart-Hauptmann-Straße, wo Pyrotechnik eine Hecke in Brand setzte sowie zuletzt gegen 7 Uhr am Neujahrsmorgen in der Neuen Straße, wo ein schlafender Mieter in seiner Wohnung Essen anbrennen ließ und die Verrauchung nicht bemerkte. Hinzu kam ein – vermeintlicher – Gebäudebrand in der Schillerstraße, der sich als blinder Alarm herausstellte.
Auch das Ordnungsamt bilanziert nach aktuellem Stand einen weitgehend ruhigen Verlauf der Silvesternacht. Größtenteils haben sich die Feiernden an die geltenden Abstandsregeln und das Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen etc. gehalten. Bei Verstößen setzten die Streifen auf Deeskalation und aufklärende Gespräche. In einigen Fällen werden weitergehende Strafen in Form von Bußgeldern noch geprüft. Das wird gemeinsam mit der Polizei, die die Kontrollen unterstützte, geschehen. Das gemeinsame Ziel von Polizei und Ordnungsamt, Präsenz auf der Straße zu zeigen, wurde erreicht. (Quelle: Stadt Cottbus)

Ausgebremstes Silvester 2020/2021 - das Abbrennen von Feuerwerk auf öffentlichen Straßen und Plätzen war untersagt worden.

08.1.2021
Die vierte SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg tratt in Kraft und verschärfte die Einschränkungen im öffentlichen Leben nochmals. Weil Cottbus damals ein Inzidenzwert größer als 200 aufwies, ist u.a. der Bewegungsradius der Cottbuser auf 15 km beschränkt worden.
13.01.2021
Corona-Kontrollbilanz für 2020 lag vor. Zwischen März und Dezember 2020 hat das Cottbuser Ordnungsamt insgesamt 501 Verfahren wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnungen und Allgemeinverfügungen einleiten müssen. Davon entfallen 134 Verfahren auf Verstöße gegen die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung. Schwerpunkte waren hier der Einzelhandel (64) sowie der öffentliche Nahverkehr (59). 357 Verfahren mussten eingeleitet werden, weil gegen die Kontaktbeschränkungen verstoßen worden ist. Gegen 9 Gastronomie-Betreiber wurden in 10 Fällen Bußgelder verhängt, weil die Kontaktdatenerfassung nicht korrekt geführt wurde.Die Höhe der Bußgeld-Forderungen liegt bei insgesamt ca. 69.000 Euro. Allerdings ist die Widerspruchsquote mit 50 Prozent etwa doppelt so hoch wie bei anderen Delikten.Grundsätzlich arbeiteten sowohl Ordnungsamt als auch Polizei bei den Kontrollen in den allermeisten Fällen mit Hinweisen und Ermahnungen zum korrekten Verhalten. (Quelle: Stadt Cottbus)
18.01.2021
Rund 30 Brandenburger wurden seit Mai 2020 in eine Quarantäne-Station zwangseingewiesen, weil sie sich nicht an die angeordnete Corona-Quarantäne gehalten haben. In Eisenhüttenstadt war dafür eine Zentralstelle geschaffen worden. Für eine Einweisung ist eine richterliche Anordnung nötig, die Grundlage bildet das Infektionsschutzgesetz.
20.01.2021
Arztpraxis in Cottbus/Chóśebuz nach Verstoß gegen Corona-Regeln geschlossen
Die Stadt Cottbus/Chóśebuz hat am Mittwoch erstmals die Schließung einer Hausarzt-Praxis verfügt. Hintergrund sind mehrere Verstöße der praktizierenden Ärztin gegen Auflagen aus der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg sowie gegen Anordnungen durch das Gesundheitsamt der Stadt. Die Ärztin ist wegen eines Kontaktes zu einer positiv getesteten Person ihrerseits als Kontaktperson der Kategorie I eingestuft worden und hat die Auflage, sich in Quarantäne zu begeben. Sie hat dennoch weiter praktiziert und dabei Patienten ohne Mund-Nasen-Bedeckung behandelt. Daraufhin musste die Schließung der Praxis verfügt werden. Die Räume wurden amtlich versiegelt. Wegen der Verstöße sind Bußgeldverfahren eingeleitet worden.
22.01.2021
Der Oberbürgermeister Holger Kelch unterstützte den Vorderungskatalog des Cottbuser Mittelstandes an Brandenburgs Ministerpräsidenten Woidke, nach mehr Flexibilität der Corona-Maßnahmen. Der auf der Internetseite der IHK Cottbus formulierte Forderungskatalog des Mittelstandes war Ausdruck der zunehmend prekären Lage der regionalen Wirtschaft.

enorme Preisspannen beim gleichen Produkt - FFP2-Maske

Januar 2021
Mit der Verschärfung der administrativen Einschränkungen im öffentlichen Leben, kam unter anderen ein anderer Mund-/Nasenschutz in den Focus. Die FFP2-Maske sollte vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Arbeitsplätzen Pflicht sein. Damit wurde ein gewisser Bedarf an solchen Masken erzeugt, mit dem Händler unterschiedlich umgingen (Bid oben). Enorme Preisunterschiede und unethische Gewinnspannen (600% und mehr!) konnte man innerhalb eines Tages für eine gleiche FFP2-Maske ausmachen.

03.02.2021
Erstmals Covid-Mutation in Cottbus/Chóśebuz registriert. In Cottbus/Chóśebuz wurde erstmals eine Mutation des Covid-19-Virus registriert. Es handelt sich dabei um die britische Variante B.1.1.7. Zur Bestätigung war die betreffenden Probe an ein Referenzlabor gesendet worden. Betroffen war ein Mann, der seit dem 27.01.2021 unter Quarantäne stand. Ein weiterer Fall dieser Mutation war bei einem Patienten im Carl-Thiem-Klinikum registriert worden. Oberbürgermeister Holger Kelch: "Das Auftauchen der Mutation überrascht nicht. Wir sind vielmehr froh, mit dem CTK-Labor und weiteren Partnern diese Sequenzierung vornehmen zu können, um schnell, sorgfältig und rechtzeitig auf das Auftauchen der Mutation in der Stadt und der Region reagieren zu können." Quelle: Stadtverwaltung

04.02.2021
Die Stadt stellte den "Cottbuser Stufenplan für ein Leben mit Corona in Arbeit" vor, der die schrittweise Vitalisierung der einheimischen Wirtschaft ermöglichen soll.

Der Tierpark öffnete wieder - und wurde promt von Besuchern überrannt

Februar 2021
Die Anti-Pandemiemaßmahmen wurden zunehmend unübersichtlicher. Zentral gefasste Maßnahmen (Konferenz der Ministerpräsidenten) wurden nur wenige Stunden später, zum Teil von den selben Ministerpräsidenten eigenwillig interpretiert oder aber mit Ausnahmen versehen. In der Bevölkerung wuchs langsam der Unmut über das Missmanagemant der Pandemie. Ein Cottbuser Beispiel: trotz Aufkommens der dritten Corona-Welle wurden einige Beschränkungen aufgehoben. So öffnete der Tierpark wieder. Die Folge: der Tierpark wurde übberrannt. Die Parkplätze am Spreeauenpark waren übervoll und die Menschen standen im Eingangsbereich des Tierparks dicht beisammen, teils mit, teils ohne Mundschutz und mehrheitlich ohne den geforderten Sicherheitsabstand.

Artikel Lausitzer Rundschau

24.02.2021
Die Zahl der in Deutschland verabreichten Corona-Impfungen war mit Stand vom 24. Februar 2021, um weitere rund 143.137 (98.934 Erstimpfungen und 44.203 Zweitimpfungen) auf nun insgesamt 5.373.222 gestiegen. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am 24. Februar, bekannt. Spitzenreiter mit einer Impfquote, also dem Anteil aller Menschen mit einer Erstimpfung in der Gesamtbevölkerung, von 4,7% waren Thüringen und Hamburg. Es folgen Bayern, Bremen und Rheinlad-Pfalz mit einer Quote von 4,6%. Schlusslicht blieb Brandenburg mit 3,6%.

Artikel Lausitzer Rundschau

25.02.2021
Der Streit um die vorgezogene Impfung zweier Stadt-Spitzen (Verwendung von Impfstoffresten) eskaliert und wird in der Bevölkerung kontrovers diskutiert.

26.02.2021
Die Stadt Cottbus unterstützt die Schul-Abschlussklassen des Corona-Jahrganges 2021

12.03.2021
In einem 4. groß angelegten Artikel in der Lausitzer Rundschau bekommt OB Kelch die Gelegenheit, seine dritte unterschiedliche Version von seiner vorgezogenen Corona-Impfung zum Besten zu geben - diesmal mit anwaltlicher Unterstützung. Die letzte Version unterscheidet sich gravierend von seinen früheren Darstellungen und Aussagen Dritter. Sie geht sogar so weit, die Beobachtung mehrerer vor Ort befindlichen Personen, als unwahre Behauptungen zu benennen. So langsam wurde es nur noch peinlich und der Schaden immer größer, auch angesichts dessen, das in den vergangenen Tagen einige seiner Bundesdeutschen Parteifreunde offenbarten, sich skrupellos an der Pandemie bereichert zu haben.

25.03.2021
OB Kelch schlug in einem Brief an Brandenburgs Ministerpräsidenten Woidtke vor, Cottbus trotz der hohen Inzidenzen (am gleichen Tag bei 161) zu einer Modell-Stadt für moderate Öfnnungen trotz der Pandemiebeschränkungen zu machen. Nach dem "Cottbuser Stufenplan für ein Leben mit Corona in Arbeit" ist dieses Modellsadt-Projekt der zweite Versuch, etwas Normalität für die Stadt einzufordern. Am gleichen Abend wurde im Politbarometer des ZDF eine Umfrage veröffentlicht, nachdem eine Mehrheit der Bürger, angesichts steigender Infektionen, noch striktere Beschränkungen fordert.

Ostern 2020/2021

05.04.2021
Das zweite mal Ostern unter Pandemiebedingungen. Obwohl die Daten von 2021 wesentlich schlechter als 2020 ausfielen, wird der Ruf nach Lockerungen der Auflagen immer lauter, bröckelte die Disziplin der Menschen, der Pandemie mit Kontaktbeschränkungen zu begegnen. Das heillose Durcheinander der Politik trug nicht zur Beruhigung der Lage bei. Die oben dargestellten Statistiken zeigen, das noch nicht einmal die Statistik der Stadt Cottbus vollständig geführt wurde.